Technik Informationen
Banner zu 'Wissen'

Wissen

Der neueste Eintrag:

Automatische Dateisystemchecks unterbinden (ext2/3/4)

Wenn man auf seinem Desktopsystem das Dateisystem ext2 oder ext3 (oder auch das neuere ext4) benutzt, dann empfiehlt es sich, gleich direkt nach dem Anlegen der Partition folgendes auf sie anzuwenden:

tune2fs -i0 -c0 /dev/{devicenode}

Damit schaltet man die (-i) Intervalle in denen die Partition einem Dateisystemcheck unterzogen wird ab und sorgt dafür, dass auch nach einer bestimmten Anzahl an Mounts beim nächsten Boot die Partition ebenfalls einem Dateisystemcheck unterzogen wird. Da kann auch auf einer ~40 GB kleinen Partition schon einige Minuten gewartet werden, bis man damit arbeiten kann.

Bei mir auf dem Notebook war die Rootpartition sda3, also habe ich einfach folgendes als root in der Shell eingegeben:

tune2fs -i0 -c0 /dev/sda3

Damit gibt es nun keine Autochecks mehr, sondern es wird nur noch das Dateisystem geprüft, wenn wirklich einmal z.B. nicht ordnungsgemäß die Partition entbunden wurde oder der Rechner einfach ausgeschaltet wurde und das Filesystem nicht schnell genug alles zurückschreiben konnte.

Gedacht sind diese Standardeinstellungen eigentlich eher für Serversysteme, die , anders als Desktopsysteme, eigentlich sehr lange laufen und nicht so oft neu gestartet werden. Da dort die Abstände zwischen den Reboots folglich auch lang sind, kann man da schon einmal nach etwa 20 Reboots die Festplatte checken lassen.edoch

In der Regel jedoch ist es nicht notwendig auf einem Desktopsystem diese automatischen Standardchecks durchführen zu lassen, weswegen man es mit der obigen Einstellung einfach abschalten sollte. Zum einen sind ext3 / ext4 Dateisysteme mit Journal und daher sicherer gegen Dateiverlust und zum zweiten können diese Dateisysteme selbst feststellen, wann z.B. nicht unsauber heruntergefahren wurde und checken dann ohnehin das Dateisystem.